#sZ.de Review Spec Ops The Line
By: 2_fast (2_fast_4_you) 2012.07.16

Shooter-szene.de Review Spec Ops The Line

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Es ist mal wieder so weit. Wir haben für euch den neuen Third Person-Shooter Spec Ops The Line aus dem Hause 2k getestet. Ob sich Spec Ops The Line wirklich beweisen kann, oder ob es sich nur um einen Call of Duty Clon handelt, erfahrt ihr in unserem nachfolgenden Test.


Story:

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Auf dem ersten Blick sieht die Geschichte, die uns Spec Ops The Line erzählen will, nicht sonderlich spektakulär aus. Doch das ist alles andere als der Fall. Schon nach den ersten 30 Minuten merken wir, wie - auf Grund der Geschehnisse die unser Spec Ops Team durchläuft- sich die Atmosphäre immer weiter verkrampft und so ein sehr bedrückendes und beklemmendes Gefühl aufkommt. Dieses Gefühl reißt im ganzen Spielverlauf nicht ab und so ist die Erfahrung hier eine gänzlich neue. Unsere Protagonisten sind gezwungen ihre eigenen Kameraden zu töten und dies wird auf eine extreme Art und Weise sichtbar, so hinterfragen sie immer mehr ihre Taten und kämpfen mit Gewissensbissen. Das alles lässt den Spieler in keiner Art und Weise kalt und so ertappt man sich immer wieder beim Versuch, möglichst wenig Kollateral Schaden anzurichten. Auch die zwingend erforderlichen Entscheidungen, die das Spiel immer wieder von uns abverlangt, bleiben wie ein Kloß im Hals stecken und man fragt sich wirklich, ob das jetzt sein musste. Ja, das muss es, denn nur so wird klar, wie anders die Story und Atmosphäre ist. Das ganze Spiel entwickelt sich anders als man es von anderen Genre Vertretern her gewohnt ist und bietet so frischen Wind in einem nicht besonders spektakulären Gameplay. Wir verzichten hier bewusst auf Spoiler und Geschichtsdetails, da wir der Meinung sind, dass diese wirkungsvoller sind, wenn sie so passieren wie sie gedacht waren, unvorhergesehen und in voller Härte. Wir sind begeistert von soviel Mut beim Storydesign, sowie auch von der kompromisslosen Umsetzung.


Gameplay:
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Das Gameplay ist altbacken aber bewährt, da hilft auch nicht der angepriesene Sand, der als taktische Waffe benutzt werden kann. Die meisten Sequenzen -wo dies der Fall ist- sind nämlich stark script gelenkt und so will kein wirklich dynamisches Feeling aufkommen. Das soll nicht heißen das Spec Ops The Line keinen Spaß macht, es ist klassisch und mit wenig Neuerungen allerdings gut abgestimmt und mit wenig Frustmomenten auch motivierend. Es fehlt hier einfach an Ideenreichtum, wobei sich die Frage stellt, inwiefern dann noch das ernstzunehmende Setting zur Geltung kommen würde. Trotzdem hätten ein paar Innovationen gut getan und so bleibt leider nur ein sehr solides, aber trotzdem nur durchschnittliches Gameplay. Wir hätten uns ein besseres Waffenhandling und eine größere und vor allem unterschiedliche Waffenvielfalt gewünscht, da sich die meisten Waffen nur sehr wenig unterscheiden. Positiv bleibt anzumerken, dass es an einigen Stellen möglich ist, sein Team zu koordinieren um so gezielte Takedowns zu erzielen.

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Grafik:

Kommen wir zur Grafik. Obwohl wir uns auf einen eher durchschnittlichen Konsolen Port eingestellt hatten, wurden wir hier überrascht. Man merkt Spec Ops The Line nicht an, dass es ein Konsolen Port ist und alles ist vom Menü bis Grafik Setting hervorragend, teils sogar überdurchschnittlich. Die Grafik und das Setting bieten an vielen Stellen wahre Augenöffner, so sieht man zum Beispiel die vom Sand eingeholten und vollkommen zugewehten Wolkenkratzer Dubais in einer atemberaubenden Darstellung. Die Texturen sind durchweg sehr gut und hochauflösend und nur an einigen Stellen sind Matschtapeten sichtbar. Die Charaktermodelle haben sehr schöne Details und sind gut umgesetzt. Der Unterschied zur Konsolen Version ist klar sichtbar und so lohnt sich auf jeden Fall der Blick in die PC Fassung. Wir sind angetan von der Grafik und die Unreal Engine leistet wiedermal saubere Dienste. Begeistert waren wir von einer Option im Menü, bei der man den Farbfilter einstellen konnte, so dass man zwischen Vintage oder Modern etc wählen konnte. Spec Ops The Line hat in den meisten Hinsichten eine hervorragende Optik, auch wenn man hier kein Crysis oder Battlefield 3 erwarten darf.

 

 

Synchronisierung & Sound:

Der Sound ist sehr gut gelungen und so sind Explosionen wuchtig und erzeugen ein realistisches Erlebnis. Die Waffensounds sind allesamt sehr ähnlich, aber nicht schlecht und der Soundtrack weiß zu begeistern und trägt ganz klar zu der stark bedrückenden Atomsphäre bei. Die englische Syncro ist hervorragend und in keiner Art und Weise zu bemängeln und bietet ein authentisches Erlebnis. Die deutsche Syncro hingegen ist nur durchschnittlich und an einigen Stellen wirklich unterirdisch, so kommt der Eindruck auf, dass die Sprecher nicht recht wussten, in welcher Lage sie sich gerade im Spiel befinden. Wir empfehlen die englische Synco, die auf jeder Version vorhanden ist. 

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Setting:

Dubai und Post-apokalyptisch. Neu, eindrucksvoll und beängstigend.
Wir lieben die Idee und sind begeistert von der Umsetzung und sind der Meinung, dass  Spec Ops The Line sich hier auf einer Ebene mit Bioshock und Konsorten bewegt. Des weiteren haben alle Call of Duty Teile vom Setting hier nichts mehr zu melden und werden ganz klar überholt, da Spec Ops The Line in einer anderen Liga spielt.

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Fazit:

Spec Ops The Line ist ein atmosphärisches Meisterwerk, welches sich mittels Story und Setting zu einem sehr guten Shooter entwickelt hat. Das Gameplay ist altbacken, wenn auch solide. Wir sind der Meinung, dass jeder der Spec Ops The Line anfängt,  spätestens nach 20 Minuten keine Augen mehr für das Gameplay hat, da die Story und die Atmosphäre ihn mitreißen werden. Trotzdem hätten wir uns ein bisschen mehr Innovation gewünscht. Alles in allem ist Spec Ops The Line ein wirklich guter Shooter, welcher sich in jedem Fall lohnt zu spielen.

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Autor: Jan Richter